Vergessen

Letzte Woche, während ich auf des alten Winters Schwäche wartete, habe ich mal das papierne Archiv entstaubt, sortiert, einiges vom Positiv eingescannt*, und das Ganze etwas nachbearbeitet.
Für die nächsten Tage wird es hier also ein wenig analog. Zu Beginn ein Motiv, dass ich gar nicht mehr in der Erinnerung hatte: ein anscheinend schmählich im Stich gelassener Wartburg 353 Tourist.

Wartburg-Wrack

Einst ein extrem begehrtes Prestigeobjekt bei 101,4% aller Bürger

*) Musste dabei rückblickend kurz schmunzeln darüber, dass das, was heutzutage respektvoll Kleinbild-Vollformatsensor genannt wird, bei den damaligen Filmkameras sozusagen in jeder billigen Urlaubsknipse steckte. Nicht, dass das bei Letzteren wahnsinnig viel gebracht hätte: ich habe mit nur 200dpi gearbeitet – aus 15x10cm wurde also knapp ein(!) MP – denn höher zu gehen erwies sich sehr eindeutig als nicht sinnvoll.

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16 Gedanken zu „Vergessen

    • Naja, weil hier das Licht etwas schlechter ist, und das ist in dem Fall wohl eher positiv: Urlaubsausrüstung war eine Canon Prima Zoom 76 mit einem ISO-400-Film drin. Entsprechend sieht alles mit Sonne gerne etwas überbelichtet aus, vor allem ist wolkenloser Himmel eher weiß als blau.

  1. Immer noch ein heißer Schlitte. Sieht besser aus als der Golf VII. 😉

    Bzgl. Film: früher nannte man das 36mm * 24mm Format „KIeinbild“, heute ist es das „Vollformat“, also praktisch das Beste was es gibt. Ich warte bis Mittelformat-Sensoren günstiger hergestellt werden können und in Consumer-Knipsen Einzug finden. Jeder wird über den „Übervollformat“-Sensor reden. Verrückte Welt. 😉

  2. Sehr interessantes Bild, da auch Zeitgeschichte. Und was ich interessant finde, da haben die Leute 10 bis 15 Jahre auf ein neues Auto warten müssen, dann landet es im Garten. Logisch, Kraftstoffverbrauch, Sicherheit und Design konnten nicht mit dem „West“-Design mithalten. Zu mal dann auch jeder nach Erhalt der Freiheit auch mobiler sein wollte.

    Gab es beim Wartburg eigentlich auch so Sprüche wie beim Trabi? „Hast du Hammer, Zange, Draht, dann kommst du bis nach Leningrad.“ ?

    • Angebot und Nachfrage halt. Nach dem Ende der Tätärä war die Auswahl von heute auf morgen deutlich größer und schwupp war der eben noch heißbegehrte Wartburg kaum noch was wert. Diejenigen, die das gute Stück noch 1988/89 nach Jahr(zehnt)en des Wartens für ca. 30.000 Mark bekamen, sahen die Wende dann möglicherweise auch mit einer kleinen Prise Galgenhumor. Über Kalauer ist mir nichts bekannt, auch deinen Spruch über die „Rennpappe“ höre ich zum ersten Mal. Kann aber altersbedingt sein.

  3. Pingback: Klassiker | Nummer Vier

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